Freundschaftsfahrt 2026 – Vielseitig wie die Pfalz

Otterstädter Altrhein

Ein Wochenende, mehr als 100 Gäste, davon 11 Kinder & Jugendliche, zahlreiche Veranstaltungen auf und neben dem Wasser und ein großes gemeinsames Ziel: Die Freundschaftsfahrt 2026 sollte Menschen aus verschiedenen Verbänden zusammenbringen und für alle etwas bieten. Rückblickend können wir sagen: Das ist uns gelungen.

 

Vom 28. bis 30. August durfte die Paddler-Gilde Ludwigshafen Gastgeberin der Freundschaftsfahrt der Verbände sein. Knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich offiziell angemeldet, einige weitere kamen spontan dazu. Insgesamt durften wir etwas mehr als 100 Gäste aus dem KanuBW, dem Pfälzischen Kanu-Verband, dem Saarländischen Kanu-Verband und dem Kanu-Verband Rheinhessen auf unserem Vereinsgelände begrüßen.

Die ersten Gäste reisten bereits am Mittwoch und Donnerstag an, die große Anreisewelle folgte dann am Freitag. Schnell füllte sich das Vereinsgelände mit Zelten, Wohnmobilen, Booten und natürlich vielen bekannten und neuen Gesichtern.

Ein genussvoller Auftakt am Freitag

Der Freitagabend stand ganz im Zeichen des Ankommens und Kennenlernens. Beim gemeinsamen Abendessen vom Grill konnten die ersten Gespräche geführt und alte Bekanntschaften gepflegt werden.

Ein besonderes Angebot war die Pfälzer Weinprobe mit Kultur- und Weinbotschafter Stephan Braxmaier. Rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen sich Zeit für eine ausführliche Reise durch die Pfälzer Weinlandschaft. Dabei ging es nicht nur ums Probieren: Stephan Braxmaier vermittelte viel Wissen über Rebsorten, Weinlagen und Winzer der Region. So wurde die Weinprobe zu einem ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Einstieg in das Wochenende.

Samstag: Paddeln, Rätseln, Yoga, Musik und Kino

Am Samstagmorgen wurde die Freundschaftsfahrt offiziell von der Pfälzischen Wanderwartin Claudia Lippert und dem 1. Vorsitzenden der Paddler-Gilde Ludwigshafen, Hans Peter Kaub, eröffnet.

Danach startete ein Programm, das wohl kaum vielfältiger hätte sein können.

Für die Paddlerinnen und Paddler standen gleich mehrere Touren zur Auswahl. Rund 20 Personen nahmen an der großen Altrheinrunde teil. Besonders gefreut hat uns, dass der Rheinpegel es erlaubte, die komplette geplante Runde einschließlich des Ketscher Altrheins zu paddeln.

Noch größer war die Beteiligung bei der Kanu-Rallye von Speyer zur Paddler-Gilde. Mehr als 50 Personen machten sich auf den Weg rheinabwärts. Unterwegs konnten spannende Aufgaben und Rätsel gelöst werden. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich dieser Herausforderung und wurden am Ziel mit einer Urkunde und kleinen Preisen belohnt.

Auch an Land gab es einiges zu erleben. Jeweils rund zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer starteten mit dem Guten-Morgen-Yoga bewegt in den Tag.

Vier Teams wagten sich an unsere „Mission Drei Worte“, eine Rätsel-Jagd rund um den Kiefweiher. Besonders Familien mit Kindern hatten viel Freude daran, gemeinsam die Aufgaben zu lösen. Entsprechend groß war anschließend auch die Freude über die gewonnenen Sachpreise.

Am Abend teilte sich das Programm in zwei gemütliche Angebote. Beim Sommerabend am Lagerfeuer sorgte die Ukulelegruppe mit einem schönen Lagerfeuerrepertoire für musikalische Begleitung. Viele Gäste sangen mit und genossen die entspannte Atmosphäre am Feuer. Parallel dazu lockte das Sommerkino mit dem Film „Nur fliegen ist schöner“ zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.

Auch kulinarisch wurde viel geboten

Ein wichtiger Bestandteil des Wochenendes war natürlich die gemeinsame Verpflegung. Die Grillabende am Freitag und Samstag wurden sehr gut angenommen. Offenbar war der Hunger teilweise größer als bei der Anmeldung angegeben: Es wurden deutlich mehr Portionen gegessen als vorbestellt.

Wir hatten zwar vorsorglich zusätzliche Portionen eingekauft, trotzdem blieb an beiden Abenden am Ende weder Bratwurst noch Steak oder Saumagenburger übrig. Leider bedeutete das auch, dass einige Gäste trotz Vorbestellung nicht mehr das gewünschte Essen bekommen konnten. Dafür möchten wir uns noch einmal ausdrücklich entschuldigen.

Erfreulich war die Nachfrage nach vegetarischen und veganen Gerichten. Rund zehn Prozent der bestellten Mahlzeiten entfielen auf diese Angebote. Für uns ist das eine klare Bestätigung, dass es sich lohnt, bei Vereinsveranstaltungen ein vielfältiges Essensangebot bereitzuhalten.

Ein bewegter Sonntag zum Abschluss

Auch der Sonntag begann sportlich. Die Tour vom Otterstädter Altrhein zurück zur Paddler-Gilde entwickelte sich mit mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sogar zur beliebtesten Einzelveranstaltung des gesamten Wochenendes. Die Begleitung der Tour durch die Feuerwehr Rheinauen und DLRG Strömungsretter, sowie Wasserschutzpolizei Mannheim und Ludwigshafen war für viele Paddlerinnen und Paddler ein besonderes Erlebnis. 

Etwas ruhiger ging es bei der anfängertauglichen Kollerseerunde zu, an der rund zehn Personen teilnahmen.

Eine kleine Gruppe Radlerinnen und Radler nutzte außerdem die Stadtrundfahrt durch Ludwigshafen, um die ersten Kilometer für das Stadtradeln zu sammeln.

Nach den sportlichen Aktivitäten wurde es am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen noch einmal gemütlich. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich in Ruhe zu verabschieden, bevor sie die Heimreise antraten. Einige wenige blieben sogar noch bis Montagvormittag auf unserem Gelände.

Ein Wochenende, das nicht perfekt sein musste

Wir möchten in diesem Rückblick auch ehrlich sein: Nicht alles lief perfekt.

Bei einer Veranstaltung mit mehr als 100 Menschen, zahlreichen parallelen Angeboten und einer umfangreichen Verpflegung bleiben kleine Pannen nicht aus. Mal fehlte ein Brötchen zur Bratwurst, mal kam eine Bestellung nicht wie geplant bei der richtigen Person an und manche Gäste gingen trotz Vorbestellung beim Essen leer aus und mussten auf andere Gerichte ausweichen. 

Umso mehr hat uns gefreut, wie gelassen und verständnisvoll die meisten Gäste mit solchen Missgeschicken umgegangen sind. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.

Interessant war auch der am häufigsten geäußerte Kritikpunkt: Wir hätten zu viele Veranstaltungen angeboten. Damit hatten wir ehrlich gesagt nicht gerechnet.

Unser Ziel war es, die Freundschaftsfahrt so zu gestalten, dass für möglichst viele Menschen etwas dabei ist: für jüngere und ältere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, für Paddlerinnen und Paddler ebenso wie für Nichtpaddler. Neben dem Sport sollte es genügend Raum für Begegnungen, Gespräche und Geselligkeit geben.

Vielleicht war das Programm tatsächlich fast zu vielfältig. Aber gleichzeitig zeigt diese Rückmeldung auch, wie viel an diesem Wochenende möglich war.

Vielen Dank an ein großes Team

Ein Wochenende dieser Größe lässt sich nicht von wenigen Menschen organisieren.

Offiziell bestand unser Helferteam aus 28 Personen, aufgeteilt in verschiedene Bereiche wie Küchencrew, Kanu-Rallye-Team, Fahrtenleiterteam und weitere Organisationsgruppen. Dabei waren nicht nur Mitglieder der Paddler-Gilde Ludwigshafen beteiligt. Auch Mitglieder anderer pfälzischer Kanuvereine unterstützten uns bei Planung und Durchführung der Freundschaftsfahrt.

Und spätestens beim Kuchenbacken für den Sonntag wurde deutlich: Tatsächlich waren es noch weit mehr Menschen, die zum Gelingen des Wochenendes beigetragen haben.

Unser Dank gilt außerdem der Feuerwehr Rheinauen, der DLRG, der Wasserschutzpolizei Mannheim und Ludwigshafen, dem Hafen Speyer und dem WSA Mannheim für ihre Unterstützung.

Unser Fazit

Nach den Veranstaltungen und bei der Abreise erreichten uns zahlreiche positive Rückmeldungen. Viele Gäste bedankten sich ausdrücklich für das Wochenende und lobten die Organisation, das abwechslungsreiche Programm und die herzliche Atmosphäre.

Für uns bleibt vor allem die Erinnerung an ein lebendiges Wochenende mit vielen Begegnungen, gemeinsamen Erlebnissen und neuen Freundschaften über Verbandsgrenzen hinweg.

Für mich persönlich war es sogar die erste Teilnahme an einer Freundschaftsfahrt überhaupt – und dann gleich als Teil des Organisationsteams der Gastgeber. Nach dieser intensiven Erfahrung bin ich nun besonders gespannt darauf, die Freundschaftsfahrt 2027 hoffentlich einmal ganz entspannt als Gästin miterleben zu dürfen.

Vielen Dank an alle Gäste, Helferinnen und Helfer sowie Unterstützer, die die Freundschaftsfahrt 2026 zu einem besonderen Wochenende gemacht haben.

Freundschaftsfahrt 2026 – vielseitig wie die Pfalz und vielleicht sogar ein kleines bisschen zu vielseitig.