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Paddler-Gilde Ludwigshafen 1933 e.V.

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DKV- Jugend-Wildwasser-Woche 2016

DKV- Jugend-Wildwasser-Woche 2016
die Paddler-Gilde war in Lienz nicht nur mit Jugendlichen vertreten

Zwei unserer Jugendlichen hatten sich die Mühe gemacht einen Bericht über ihren Aufenthalt in den Lienzer Dolomiten zu schreiben. Dass es etwas länger dauerte bis dieser Artikel auf unserer Homepage erscheint ist absolut verständlich, denn all zu viel Zeit bleibt unseren Jugendlichen neben der Schule oder Ausbildung nicht, einen solchen präzisen Aufsatz zu verfassen. Ich selbst war auch lange genug unterwegs und kam nicht allzu oft zum Bootshaus. Susanne und Robin machten sich die Mühe zu schreiben und hier nun ihre Gemeinschaftsproduktion.

Wir, die Teilnehmer an der DKV-Wildwasserwoche, trafen uns am Freitag, dem 22. Juli, um 19 Uhr um Boote und Gepäck sicher zu verstauen. Als dies alles gegen 21 Uhr erledigt war machten wir uns fertig, um in der Trainingshalle der PGL zu übernachten. Somit waren wir am Samstagmorgen um 3 Uhr abfahrtsbereit und konnten uns ausgeschlafen auf die Reise machen. Die Fahrt verlief bis auf die letzten paar Kilometer reibungslos. Wir hatten uns wegen mangelnder Handy-Akkus verfahren. Wir trafen daher an unserem Zielort auch erst kurz nach 12 Uhr ein. Wir kamen aber mit einem blauen Auge davon ohne gleich Küchendienst aufgedonnert zu bekommen.

Nach der Einweisung bauten wir die Zelte auf, die wir für eine Woche unser Zuhause nannten. Dann kehrte erstmals etwas Ruhe ein, denn es gab Mittagessen. Das Essen war, über die Woche ein wichtiger Bestandteil unseres Aufenthaltes, um vor allen Dingen auch die Moral hoch zu halten. Es wurde von Harald und zahlreichen freiwilligen Helfern zubereitet.


Nach dem Mittagessen wurden Gruppen eingeteilt und zum Vorpaddeln aufgerufen. Die Trainer der Gruppen führten bei ihren Schützlingen die Materialkontrolle durch. Vorhanden sein musste pro Teilnehmer ein langer Neoprenanzug, Neoprensocken, festes Schuhwerk, Paddeljacke, Helm und Schwimmweste. Des weiteren gehörten zur Ausrüstung das Boot mit Auftriebskörpern, Spritzdecke und Paddel sowie eine Warnweste und Kentersack. Das Vorpaddeln dauerte etwa drei Stunden, die nicht verplempert wurden. Auf dem kleinen aber doch sehr stürmischen Fluss Isel wurde schon geübt. Die Isel hatte an manchen Stellen doch so ihre Tücken. Der Höhepunkt war das kleine Wehr am Ende, das auch so manchen Erfahrenen nicht gewinnen lassen wollte.
Ebenfalls auf dem Programm standen Übungen mit dem Wurfsack. Um Sicherheit zu gewinnen, war es auch niemanden verwehrt, Schwimmer zu spielen und sich den Schwall hinunter spülen zu lassen.

Als der Tag sich seinem Ende zuneigte beschlossen wir zum Campingplatz zurück zu kehren. Das jedoch zu Fuß und mit voller Ausrüstung. Auf dem Campingplatz angekommen freuten wir uns schon auf das Abendessen und danach auf eine warme Dusche.
Danach war an schlafen gehen irgendwie nicht zu denken. So spielten wir Jugendlichen noch bis spät in die Nacht hinein Karten.



In den nächsten zwei Tagen standen dann immer wieder Wildwasser-Fahrten auf dem Programm. Den Sonntag verbrachten wir auf der Slalomstrecke auf der oberen Isel, einer Slalomstrecke die es in sich hatte. Einige Mitglieder unseres Teams schaffen das schier Unmögliche: Sie schafften es sich samt Boot auf einem Stein zu parken.





Am Montag und Dienstag wurde dann auf dem deutlich breiteren aber auch wildern Fluss, der Drau, gepaddelt. Die Drau forderte viele Kenteropfer. Diese beiden Tage waren sehr lehrreich für uns. Wir mussten vielen, ja sehr vielen versteckten, nicht leicht zu erkennenden Steinen ausweichen und lernten dabei in die Kehrwasser dahinter ein zu fahren. Auch konnten wir nach Kenterungen uns gegenseitig retten.





Am Mittwoch war freier Tag. Viele nutzten ihn um erst einmal richtig aus zu schlafen, denn Frühstück gab es erst um 9.00 Uhr. Den Tag verbrachten die meisten auf der örtlichen Sommerrodelbahn. Unser Harald hatte ja die grandiose Idee zu wandern und nach dem Erkunden der Wege bergsteigen zu gehen.


Als wir wieder nach unserer Wanderung am Platz waren beschlossen einige mit den vernünftigen Leuten nochmals rodeln zu gehen. Aber wie es sich am Ruhetag gehört mit Auto und Lift. Andere wiederum gingen zum Schwimmen in die auf dem anderen Ufer der Isel gelegenen Schwimmhalle.



Am Donnerstag und Freitag ging es dann so richtig los. Es wurde beschlossen auf die Gail, diesen doch sehr wilden Bach zu gehen. Die Gail ist so tief, dass manche die Kennerrolle üben konnten. Nach sehr lustigen Stromschnellen kamen wir schließlich zum Ende unserer Paddelstrecke, wo uns allerdings noch eine "Monster Schnelle" erwartete. Am schönsten war jedoch, dass niemand baden gehen musste. Als Belohnung gab es dann hinterher noch ein Eis und wir konnten denen seelenruhig zuschauen, die nach uns angekommen sind. So läßt es sich leben!




Am Campingplatz angekommen beschlossen einige der Jugend unter freiem Himmel, in der Gesellschaft eines Igels, zu übernachten.


Samstag war es dann soweit. Die Trainer paddelten noch Extrarunden während manche sich schon mit Packvorbereitungen beschäftigten. So langsam merkten wir, dass es an der Zeit war Abschied zu nehmen. Jedoch freuen wir uns schon wieder aufs nächste Jahr und auf die DKV-Jugend-Wildwasserwoche, wo immer sie auch statt findet.


Am Sonntag waren wir dran, es ging nach Hause. Nach der Verabschiedung fuhren wir los. Beinahe wären wir pannenfrei geblieben. Kurz vor dem Ziel, an der Kurpfalzkaserne Speyer, gab der gute alte PGL-Bus den Geist auf, so dass wir uns von dort aus abholen lassen mussten.

Mit freundlichen Grüßen!
Susanne und Robin

Dieser Bericht ist eine Gemeinschaftsproduktion von Susanne und Robin, zwei an der DKV-Jugendwildwasser-Woche teilnehmenden Jugendlichen unseres Vereins. Der Artikel wurde bis auf wenige Passagen weitestgehend übernommen.
Den beiden ein herzliches Dankeschön für diesen anschaulichen Artikel!

Natürlich auch ein herzliches Dankeschön an alle Erwachsenen, Übungsleiter und Helfer, die mit ihrer Hilfe gleich welcher Art, solch tolle Erlebnisse unseren Jugendlichen ermöglichen!




Textbearbeitung und Bildauswahl: Manfred Hofmann
Fotos: Karina, Holger, Detlef, Dirk, Frank, Claus Peter

Weitere Fotos auch als Diaschau, hier sollen auch die Erwachsenen nicht zu kurz kommen, unter folgendem Link:
http://hofmann.zenfolio.com/p194557216
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