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Paddler-Gilde Ludwigshafen 1933 e.V.

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05.06.2016

Zu Pfingsten auf der Luxemburgischen Sauer.

Zu Pfingsten auf der Luxemburgischen Sauer.
Jugendfahrt hat sich zur Vereinsfahrt gemausert

Diese schon traditionell ausgeschriebene Fahrt nach Wallendorf-Pont, auf den Zeltplatz von Ron, beginnt eigentlich am Freitag vor Pfingsten. Individualisten reisen doch schon mal früher an. An der Sure, wie der Fluss in Luxembourg heißt, kann man nicht nur wunderbar paddeln sondern auch vorzüglich wandern oder mit dem Rad fahren. Bereits eine Woche vorher waren Gerda und Harald auf "Camping de la Sure" dem etwas oberhalb von Wallendorf-Pont in Reisdorf gelegenen Campingplatz eingetroffen. Mittwochs kam ich selbst und donnerstags unser Paddelkamerad Erwin von der Mosel in Reisdorf an.


Bekannt ist das Wandergebiet der "Luxemburgischen Schweiz" zwischen Echternach und Grundhoff mit seinen wunderschönen Felspartien. Weniger bekannt ist die Hochfläche westlich der Our, dem Grenzflüsschen zu Deutschland. In dieser so friedlichen Landschaft fand auch ein recht bescheidener Anteil der "Ardennen -Offensive" im Dezember 1944 statt. Noch heute kann man die "Hinterhangstellungen" mit Unterständen und Schützenlöchern der Amerikaner ablaufen. Überall hinterließ der Krieg seine Spuren.

Nun aber zu der eigentlichen Pfingstfahrt, einer Gemeinschaftsfahrt der Jugend und der Erwachsenen.
Acht Jugendliche waren am Freitagabend in Wallendorf - Pont eingetroffen. Die kleine Zeltstadt wurde auf vorbestellten Plätzen errichtet. Doch welch ein Schreck, für das Küchenzelt war das falsche Gestänge eingepackt worden. Doch kein Problem für unsere jungen Freunde. Ruck zuck wurde improvisiert und das Zelt konnte in Betrieb genommen werden. Hier zeigt sich wiederum, welch ein gut eingespieltes Team unsere Jugend darstellt. Sie versorgten sich absolut selbständig und wurden, vielleicht noch die eine oder der andere etwas von mitgereisten Eltern betreut. Im Großen und Ganzen, bei unserer Jugend alles lief bestens.

Letztendlich waren 43 Leute zur Sauer gekommen. Am Samstag war dann zunächst einmal paddeln, von Wallendorf- Pont bis zur Fußgängerbrücke am Ortseingang von Echternach, angesagt. Man kann bei dieser Aussetzstelle auch bei "Pfingst-Hochbetrieb" immer noch die Pkw´s sowie Bus und Bootsanhänger abstellen. Immer vorausgesetzt man kommt dort rechtzeitig an, denn zu Pfingsten ist der "Bach" voll.


35 Personen sind am Pfingstsamstag auf der Sure von Walldorf - Pont bis Echternach gepaddelt. Schon mehrfach wurde über das Pfingstpaddeln auf diesem Flussabschnitt berichtet, deshalb soll auch nicht näher auf die eigentliche Fahrt eingegangen werden. Sie verlief, trotz einiger Paddelneulingen wiederum problemlos. Eine verdiente Pause wurde in Bollendorf eingelegt. Dort bietet die alte Rampe ausreichend Platz um all die Boote abzulegen. Bei relativ gutem Wasserstand, der Pegel in Bollendorf zeigte 80 cm, verlief die Fahrt über das "Laufen-Wehr" unterhalb von Bollendorf recht flott, so dass man vor 16.00 Uhr in Echternach ankam.

Wir beiden Senioren, die auf dem Campingplatz Reisdorf verblieben waren, hatten ein etwas abweichendes Programm. An diesem Tag fuhren wir von Reisdorf bis zur Staumauer in Rosport. Das ist zwar etwas weiter, aber es lohnt sich doch, auch wenn man zum Ende hin etwa 4 km Rückstau hat. Erwin war immer am Fluchen. " Das Stück liegt mir nicht". Die Strecke. an der Pfrüm-Mündung vorbei ist 28 km lang und hat, in der Gegend um Echternach und Echternacherbrück, noch ein paar schöne spritzige Schwälle aufzuweisen.


Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Harald feierte am Samstag Geburtstag. Da kamen die Kuchen die Manuela gebacken und von zuhause aus mitgebracht hatte, gerade recht. Genauso wie das doppelte Partyzelt.

So ging es dann abends vor, während und nach dem Grillen recht gut zur Sache. Wie das Leben so spielt, die einen machen sich doch eigentlich recht gerne die Arbeit, dafür haben die anderen das reine Vergnügen.

Erwin und ich waren am Abend einer Einladung von Gerda und Harald gefolgt. Mit dem Rad sind die 2 km von Reisdorf bis Wallendorf - Pont rasch zurückgelegt. Im Nachhinein nochmals recht herzlichen Dank für diese freundliche Einladung.
Sehr viel Spaß haben uns anschließend Nils und Patrick gemacht, die uns auf dem Heimweg mit ihrem Tandem bis nach Reisdorf eskortierten und dabei zu einem kleinen Rennen herausforderten. Der Ausgang war dabei nicht entscheidend, keiner konnte dem anderen davon fahren. Wir hatten schon gewisse Vorteile mit unseren 28 " Rädern.

Am Pfingstsonntag ging die offizielle Pfingstfahrt von Diekirch bis Wallendorf-Pont. Da der Wildwasserkanal oberhalb von Dietrich gesperrt und die Brücke hinter dem alten Rathaus repariert wurde, konnte nur hinter einer Fußgänger-Pontonbrücke in der Nähe des Campingplatzes eingesetzt werden. Es hätte sich nicht gelohnt zweimal, an der Pontonbrücke recht schwierig, umzusetzen. So blieben dann nur etwa 11 km zu paddeln. Die am Sonntag angetretenen Paddler fuhren die Strecke ohne Pause durch, jedoch wurde für die Ü 18 in gewohnter Weise ein "Tankstop" in Reisdorf eingelegt.

Der offizielle Teil derPfingstfahrt ging somit zu Ende. Nach einem weiteren gemütlichen Abend wurde am nächsten Tag der Heimweg angetreten.

Anders jedoch Thomas. Mit ihm hatte ich mich für den 16. Mai nochmals zum Paddeln verabredet. Gemeinsam fuhren wir die lange Strecke von Reisdorf bis Rosport. Auch er war sichtlich von dem Stück unterhalb von Echternach überrascht.

Somit ging nun auch die Pfingstfahrt endgültig zu Ende. Nach dem Paddeln blieb ich selbst noch zwei Tage zum Wandern in Reisdorf und habe dabei noch so einiges nettes am Wegesrand entdeckt.

Vielen Dank all denen, die auf welche Art und Weise auch immer zum Gelingen dieser schönen Fahrt beigetragen haben.

Text: Manfred Hofmann
Fotos: Claus-Peter Voelcker, M. Hofmann

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