Logo

Paddler-Gilde Ludwigshafen 1933 e.V.

Impressum
Login
Home Termine Kontakt Rückblick Downloads Verweise

2017
2016 2015
2014
2013
2012
2011
2010
30.05.2016

Lech im Mai 2016

Lech im Mai 2016
Ein Bericht von Ute und Claus-Peter Voelcker

Lech - Wildwasser mit Traumkulisse









An Christi Himmelfahrt, um 4.30 Uhr war Treffpunkt in der PGL und der Bus, der schon am Abend zuvor geladen war, startete mit Hänger pünktlich in Richtung Lechtal. Insgesamt 7 Wildwasserbegeisterte machten sich auf den Weg in Richtung Bach im Lechtal, wo Frank schon am Mittwoch Abend mit seinem Wohnmobil ankam, die Stellung hielt und uns informierte „Wir sind hier verdammt nah an der Schneegrenze. Bringt ne Flasche Rotwein, Zimt und Nelken mit. Ich denke nach dem Paddeln wäre ein Glühwein nötig“. Na, das kann ja frostig werden! Auch der Zusatz: „ Durch die Eisblumen am Fenster kann ich schemenhaft erkennen, dass die Sonne scheint!“, ließ uns erstmal nicht auf angenehme Temperaturen hoffen.


Auf der Autobahn waren erstaunlich viele Kanuten unterwegs, fast alle in Richtung Süden. Schon auf einer Raststätte trafen wir den Landauer KC, die das gleiche Ziel hatten wie wir, sie wollten nach Häselgehr auf den Campingplatz Rudi direkt am Lech.






Aber es kam noch besser! Ein blauer Bus mit WW-Kajaks auf dem Dach und MYK-Kennzeichen überholte uns. Den Bus kannten wir doch, oder? Nach den erfindungsreichsten Verständigungsmöglichkeiten mit gemalten Schildern und schließlich per elektronischem Medium fanden wir heraus, dass Beate, uns allen bekannt von der Jugendwildwasserwoche in Lofer, im Bus saß. Die Freude war groß. Jetzt fanden wir auch noch heraus, dass sie das gleiche Ziel hatten wie wir - das Lechtal. Also nächste Ausfahrt raus! Nach freudiger Begrüßung beschlossen wir zusammen mit dem Freien Wassersportverein Vallendar paddeln zu gehen. Das Problem des Verstellens hatte sich damit für uns alle aufgelöst. Ja, die Welt ist klein!

Die Stimmung war gut und das Wetter auch! Stahlblauer Himmel und Sonne pur, auf den Bergen noch Schnee, was gibt es Schöneres? ………. bei diesen Bedingungen paddeln zu gehen!

In Häselgehr angekommen gings dann auch gleich los. Nachdem die Vallendarer ihr Quartier auf dem Zeltplatz bezogen und wir unseren Hänger abgeladen hatten, verstellten wir die Autos. Zum Einfahren wählten wir die Strecke von Häselgehr bis Weissbach. Mit 21 km herrlichstem leichtes Wildwasser, ideal für den ersten Tag!

Für den zweiten Tag wählten wir dann die obere Strecke von Steeg bis zum Campingplatz Rudi in Häselgehr. Die Temperaturen stiegen und der Schnee auf den Bergen schmolz dahin, was uns steigende Pegel bescherte. Gleichmäßig schnelle Strömung, längere Strömungsabschnitte, einige Schwälle mit teilweise höheren Wellen ließen das Grinsen in unseren Gesichtern immer breiter werden. Sonnenschein, Schnee auf den Bergen, herrlichstes Wildwasser und eine Traumkulisse! Ca. 700 m hinter der Straßenbrücke von Häselgehr beendeten wir dann unsere Tour am bekannten Camping Platz.

Abends dann eine weitere Überraschung.
Frank meldete sich: „Ihr ratet nicht wer hier ist. Michael und Gabi (unsere beiden PGL Mitglieder aus dem Chiemgau). Sie haben Klampfe und auch Feuerholz mit dabei!“. Wird gemütlich werden! Wir freuten uns riesig und machten uns direkt nach dem Abendessen auf den Weg in Richtung Campingplatz.

In geselliger Lagerfeuerrunde schmetterten wir unter der Gitarrenbegleitung von Michael unter anderem das „Koller-“ und „Lewwerworscht-Lied“ und hatten einige erstaunte Zuhörer um uns herum. Auch unsere Paddel Freunde aus Vallendar waren überrascht, was die „Pälzer“ so alles zum Besten boten und stimmten mit ein.



Am letzten Tag dann noch einmal die Strecke Steeg - Häselgehr. Der Pegel war abermals gestiegen, was auch an der Farbe des Lech (jetzt deutlich milchig) sowie an den zahlreichen herunterschießenden Bächen in den Lech erkennbar war. Idealer hätten wir es nicht erwischen können. Das Wetter passte zu 100% und auch die Schneeschmelze sorgte für uns - optimale Bedingungen und viel Fun!


Dann, nach diesem Paddeltag, jagte Sven uns noch auf eine neue Alm in 1.400m Höhe, um dort Flammkuchen zu essen (ein super Tipp von Trixi und Hans aus unserer Pension). Es lag noch vereinzelt Schnee an den Schattenstellen, eine kleine Schneeballschlacht war willkommen und kühlte uns angenehm ab.




Wieder im Tal und zum Abschluss trafen wir uns nochmals am Lagerfeuer mit Gabi und Michael.



Bei bestem Wetter fuhren wir am nächsten Morgen Richtung Allgäu zurück nach Hause. Leider war das verlängerte Wochenende schon wieder zu Ende.

Vielen Dank an Sven, der die Tour und auch die tolle Unterkunft für uns organisiert hatte. Da hat wirklich alles gepasst!
Ein extra Dank an Gabi und Michael, die uns überraschten, auf dem Lech begleiteten und uns zwei schöne Abende mit Gitarre am Lagerfeuer bescherten.

Hoffentlich sehen wir uns an diesem schönen Bach nächstes Jahr wieder !

Ute und Claus Peter

Fotos: Frank Buchheister, Michael Frank und Claus-Peter Voelcker
Layout: M.Hofmann

Weitere Aufnahmen auch als slideshow unter folgendem LinK:

http://hofmann.zenfolio.com/p695022227
styles/pgl/gifs/line.gif
styles/pgl/gifs/guestbook.gif
Gästebuch