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Paddler-Gilde Ludwigshafen 1933 e.V.

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11.04.2015

KC Unkel bei der Paddler-Gilde zu Gast

KC Unkel bei der Paddler-Gilde zu Gast
Paddeln und Wandern zu Ostern.

Nicht schlecht staunten die wenigen unserer Mitglieder, unsere Aktiven waren zum Regen gefahren, als sie an Ostern zum Bootshaus kamen. Das alte Bootshaus war im wahrsten Sinne des Wortes von Wohnwagen und Wohnmobilen umzingelt. Mit etwa 30 Erwachsenen und nahezu 20 Jugendlichen war der KC Unkel zu uns gekommen, um die Osterfeiertage bei uns zu verbringen.
Wegen der kalten Witterung wurde der Sportbetrieb eingeschränkt, so dass die unkeler Jugendlichen in der Trainingshalle übernachten konnten.
Bereits zu Beginn der Osterwoche waren die ersten Paddler des Kanu Clubs auf unserem Gelände eingetroffen. Das Bootshaus der Unkeler liegt bei Rheinkilometer 635,7 etwa 215 km flussabwärts auf der rechten Rheinseite vor dem Siebengebirge.
Begrüßt wurden sie zu Wochenbeginn von unserem 1.Vorsitzenden Harald Kempf. Betreut wurden unsere Gäste auf dem Platz von Sammy und auf dem Wasser von Manfred.

War das Wetter zunächst kalt und regnerisch mit zeitweiligen heftigen Windböen, besserte es sich zu den Feiertagen hin doch wesentlich.
Die Einsetzstellen der Touren, von Elke der neuen Wanderwartin des unkeler Vereins ausgesucht, mussten wegen der hohen Wasserstände vorab angefahren werden. Am unteren Neckar standen Büsche und Bäume am Flussufer weitgehendst im Wasser, so dass ein Einsetzen mit Zweiern und offenen Candiern zu riskant erschien. So fuhren dann die wildwassererprobten Jugendlichen am Samstag bei andauerndem Regen, begleitet von Jugendwart und Wanderwartin, alleine die Strecke vom Ladenburger Wehr bis zur KG Mannheim.

Am Karfreitag, es herrschte in der Nacht noch leichter Bodenfrost, wurde die erste Fahrt unternommen. Eingesetzt wurde an der ehemaligen Fährrampe im Angelhofer Altwasser. Rund 40 aktive Paddlerinnen und Paddler gingen auf´s Wasser.


Die Fahrt ging zunächst das Altwasser hoch bis zur Insel unterhalb des Pylones der Autobahnbrücke. Diese wurde umrundet und dann das gesamte Altwasser bis zur Mündung in den Rhein durchfahren. Bei dem hohen Wasserstand wurde auf dem Rhein zunächst gut 200 m hochgepaddelt und dieser dann gequert.
Im Eingangsbereich des Kescher Altwassers wurde gewartet bis alle auf der badischen Seite angekommen waren.



Hatten hier die ersten Hungrigen ihre "Bordverpflegung" ausgepackt ging es doch bald weiter durch das Ketscher Altwasser, das nach gut einer halben Stunde durchfahren war. Rast wurde dann bei dem Bootshaus des Wassersportvereins Brühl gehalten, wo uns Elke angemeldet hatte.


Nach einer ausgiebigen Pause, man konnte erstmalig in dieser Woche die Sonne genießen, ging es auf dem Rhein hinab bis zu unseren Bootshaus, das alle bis gegen 15.30 Uhr erreicht hatten. Prompt zog sich dann gegen 17 Uhr der Himmel zu, es wurde windig und in der Nacht begann es zu regnen. Da es an Karsamstag den ganzen Tag regnete, war an diesem Tag nur die Jugend auf dem unteren Neckar unterwegs.

Ostersonntag, strahlend blauer Himmel, bei 6-8° C. Das Ostereiersuchen vom Wasser aus konnte starten. Das Ostereiersuchen ist beim KC Unkel Tradition und ein absolutes Muss. Etwa eine halbe Stunde vor den anderen Paddlern fuhren wir, das heißt zwei Mädchen im offenen Canadier, ein Junge im Slalomboot, der 1. Vorsitzende René und ich als ortskundiger Führer zur Einsetzstelle am Otterstädter Altrhein.
Galt es doch dort ca. 180 Ostereier zu verstecken. Zunächst wurde rechtsufrig eine Spur gelegt, damit die Nachkommenden wussten wo es lang ging.






Wir paddelten den Altrhein aufwärts. Dabei wurden die bunten Eier, zunächst noch gut sichtbar, auf Angelkähnen oder Astgabeln deponiert. Vorbei ging es an der Altrheinklause bis fast an das Pumpwerk der Vorderpfalzberegnung. Dort wurde, deutlich markiert, zur "Bananeninsel" abgezweigt.


Unermüdlich wurden die Ostereier nicht nur im Uferbereich versteckt. Die Jugendlichen legten Spuren die auf die Insel selbst führten und versteckten auch dort die Eier. Auf meine Frage, ob das bei ihnen so üblich ist bekam ich zur Antwort: " Ja, die brauchen das".





Wir umrundeten die "Bananeninsel" und versteckten weiterhin fleißig Ostereier. Am rückseitigen Ende der Insel, wir waren gerade mit dem Verstecken fertig, waren auch schon die ersten Paddler auf unserer Spur.
Es war schon ein Gewusel vor und auf der Insel auszumachen. Alle waren eifrig bei der Suche. Wir setzten uns schleunigst in Richtung Altrheinklause ab. Bald darauf waren alle "Eiersucher" bei uns eingetroffen.
In voller Montur legten wir dann eine Pause auf der Terrasse des Lokals ein. Hier nahmen die meisten ein Heißgetränk zu sich, denn wesentlich wärmer war es zwischenzeitlich nicht geworden.





Sogar die Nichtpaddler kamen am Ostersonntag in den Genuss der Sonne. Innerhalb der "Wagenburg" vor der Wand des Bootshauses konnten sie angenehm sitzen.


Der Ostersonntag klang mit einem gemeinsamen Essen in unserem Aufenthaltsraum im altenBootshaus, bei Kaminfeuer, aus.

Am Ostermontag stand eine Wanderung im Pfälzerwald auf dem Programm, das Wetter spielte wiederum mit. Zunächst ging es nach St.Martin. Der Ort wurde durchwandert. Auf dem Wingertweg ging es dann fast bis zur Kropsburg hoch, so dass man zumindest von oben eine Aussicht auf den Ort hatte. Weiter ging es bis zur Wappenschmiede. Dahinter wurde der Kropsbach gequert. Auf dem direkten steilen Weg wanderten wir zur Kalmit hinauf. Dort wurde Mittagsrast gehalten.

Rieslingschorle, die Fleeschknepp, der Saumagen und der Pfälzer Teller kamen bei den Erwachsenen sehr gut an. Kannten die meisten diese Gerichte nur den Namen nach und waren trotz des Namens vom Geschmack des Saumagens angenehm überrascht. Die Jugend jedoch zog, wie es bei den unseren ebenfalls so üblich ist, Pommes und Spaghetti vor.




Gut gestärkt ging es weiter zum Hohe Loog Haus, zu Elkes Lieblingshütte, wie sie sagte. Dort wurde wiederum eine Pause eingelegt, die bei dem fantastischen Wetter im Freien verbracht wurde.


René wollte dann wegen der guten Aussicht, unterhalb des Hambacher Schlosses vorbei, zum Sühnekreuz. Schön hob sich unterwegs das Hambacher Schloss gegen den Himmel ab. Bald darauf war dann das Sühnekreuz erreicht. Leider lag die Rheinebene immer noch im Dunst, so dass die Fernsicht nicht all zu berauschend war.




Nach kurzem Aufenthalt ging es weiter zur Klausentalhütte. Da für manche der Weg mittlerweile zu lange geworden war und nicht alle nochmals zu Kaffee und Kuchen einkehren wollten, trennten sich kurzfristig unsere Wege. Wohlbehalten trafen wir dann wiederum gemeinsam am Bootshaus ein. Ein schöner Wandertag durch den Pfälzerwald ging somit zu Ende.



Am folgenden Tag, am Dienstagmorgen, blieb dann Sammy und mir nur noch übrig uns von unseren rundum netten Gästen zu verabschieden.
Allen hat es bei uns gut gefallen. Als Verein möchte man in 3-4 Jahren wieder vorbei kommen. Als Privatpersonen möchten sich einige doch bald wieder bei uns einfinden um nicht nur unsere Möglichkeiten auf dem Wasser, sondern auch die umliegenden historischen Städte zu erkunden und um die Vorzüge des Pfälzerwaldes als Wandergebiet kennen zu lernen.

Auch wir, Sammy und ich, bedanken uns nochmals für die wirklich angenehme Zeit mit dem Kanu Klub Unkel und wünschen ihm und all seinen Mitgliedern allzeit gute Fahrt und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.

Text und Fotos: Manfred Hofmann
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