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Paddler-Gilde Ludwigshafen 1933 e.V.

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23.03.2015

Anpaddeln des Pfälzischen Kanu Verbandes

Anpaddeln des Pfälzischen Kanu Verbandes
Die Paddler-Gilde mit von der Partie.

Sonntag, den 22.März, 7.30 Uhr: Temperatur in Mutterstadt immerhin 4° plus, fast Windstille, leicht bewölkt. Die Sonne ist durch die Wolkenstreifen auszumachen. Das könnte heute etwas werden.

Gegen 9.00 Uhr sind alle Aktiven von der PGL, die am Verbandsanpaddeln teilnehmen wollen, auf dem Bootshausgelände eingetroffen. Unser neu gewählter Wanderwart befindet sich mit unserer Ski-Abteilung in Gerlos zur Skifreizeit, unser Jugendwart ist erkrankt. Unser Kassenwart übernimmt die Koordination:
Alles verläuft fast reibungslos. Trotz einer leichten Nervosität, einigem Umdisponieren und Fragen wer mit wem, wird ein Jugendcanadier aufgemacht. Wer verzichtet von den etwas älteren Jugendlichen auf das Einer-Fahren? Wolfgang bekam alles schön in den Griff. Die erforderlichen Boote wurden verladen, es konnte los gehen. Rechtzeitig kamen wir in Germersheim, am "Unkenfunk" an, um uns bis zum offiziellen Start noch mit befreundeten Paddlern aus den vertretenen Vereinen zu unterhalten.


Mittlerweile war von der Sonne nichts mehr zu sehen. Dafür war schneidend kalter Wind aus nördlicher Richtung aufgekommen. Obwohl das Thermometer zwischenzeitlich etwas zaghaft geklettert war, war es gefühlt "saukalt". Da half nur noch das dem grausigen Wetter angepasste Outfit. Trotz alledem, einige waren schon vor der offiziellen Startzeit in ihre Boote gestiegen und hatten sich auf den Weg gemacht, nahm die Geschichte ihren gewohnten Verlauf. Die alte Weisheit, bist du erst mal im Boot, dann ist alles gut, kam nun wieder zur Geltung (Pfälzisch: Wann norre drugge noi kummscht...).
Die Kameradinnen und Kameraden der KSG-Germersheim hatten wiederum direkt vor Ort Brezeln und diverse Getränke angeboten, die dankbar angenommen wurden.

Zwischenzeitlich wurde bei den Booten nochmals die Ausrüstung überprüft, verschiedentlich auch die "Kleiderordnung" geändert.




Nach einem Probesitzen, wer sitzt wo im Jugendcanadier, hatte Patrick, der den Kanadier steuerte, rasch Ordnung in seine Truppe gebracht. Bei dem Gewusel und bei dem aufgeregten Geschnatter der jüngsten hatte er genau das Richtige getan. Davon abgesehen, im Canadier pfeift halt der Wind nicht so durch.



Die Paddler-Gilde war mit insgesamt 27 Personen beim Anpaddeln vertreten. Dabei immerhin 10 unserer Jugendlichen. Auch die Seniorensportgruppe hatte einen Canadier aufgemacht. Unser Sportkamerad Walter hatte diesen, nicht mehr ganz so schnellen Siebener, gesteuert. Immerhin saßen in diesem Boot insgesamt in der Summe des Alters 510 Jahre. Der Altersdurchschnitt wurde jedoch durch unseren Sportfreund Michael, der nicht nur wegen des Anpaddelns aus Marquardstein angereist war, leicht gedrückt. Immerhin mit U 60, der einzige Nichtrentner im Boot. Eine ganz schöne Leistung die hier noch erbracht wurde.




Rechtzeitig kamen die grob geschätzten 80 - 100 Paddlerinnen und Paddler, obwohl unsere Verbands-Wanderwartin, berufsbedingt kurzfristig absagen musste, auf den Fluss. Peter Groß hatte Susi mit einer kurzen, prägnanten Rede würdig vertreten und die Wassersportler mit einem leicht unterkühlten dreifachen kräftigen Ahoi auf die Reise geschickt.

Der Wind war in der Zwischenzeit nicht eingeschlafenen und von der Sonne war auch nichts zu sehen. Bei den Alten kam auch schon mal auf, dass ja alles gut ist, wenn es nur nicht regnet. Schließlich haben wir ja auch schon bei Regen und Schneetreiben angepaddelt. Für unsere Jugend war das allerdings ein schwacher Trost. Patrick verstand es aber mit wohldosierten Paddelpausen seine Mannschaft bei Kräften zu halten.


Gegen 11.30 Uhr war der offizielle Endpunkt der Fahrt erreicht. Beim Kanu Club Speyer war man wieder, wie immer, gut gerüstet. Für uns, die Paddler-Gilde ist es selbstverständlich die angebotene Gastfreundschaft anzunehmen. Hierfür schönen Dank!


Nach etwa einer Stunde Pause ging es weiter. Wir fuhren bis zur PGL durch. Zumindest kam dann die Sonne für die letzten 18 Kilometer so richtig durch. Leider war der Wind nicht eingeschlafen, hatte aber etwas nachgelassen, so dass das Ganze doch noch zu einem schönen, wenn auch nicht gerade idealen Paddeltag wurde. Für unsere Jugendlichen wurde die Sache mit der Zeit immer etwas schwieriger, ließen bei dem dem einem oder anderen schon mal die Kräfte etwas nach. Patrick jedoch hatte die Sache im Griff. Mit ein paar kleinen psychologischen Kniffen und rechtzeitig eingelegten Paddel-Pausen konnte er die Mannschaft bei Laune halten.



Natürlich waren unsere jungen Freunde sich nicht selbst überlassen. Der eine oder andere Erwachsene war immer in der Nähe um auch nur gelegentlich ein paar Tips an den Mann zu bringen. Ergo, nicht schlecht wie es so geht.



Gegen 16.00 Uhr waren alle am Bootshaus angekommen. Die Boote wurden gereinigt und verstaut.
Ein Paddeltag, auf den alle so lange hatten warten müssen, ging etwas ruhiger als er begonnen hatte zu Ende.

Einen besonderen Dank an die Seniorenmannschaft, die der Jugend beim Ausbooten hilfreich zur Seite stand und auch Wolfgang, der am Morgen spontan die Organisation übernommen hatte sowie den Fahrern und Verstellern.



Text und Fotos: Manfred Hofmann


Weitere Fotos unter folgendem Link:
http://hofmann.zenfolio.com/p438366472
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