"> Paddler-Gilde Ludwigshafen 1933 e.V. - Rückblick - 3. und 4. Schnupperkurs für Anfänger und Fortgeschrittene.
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30.06.2014

3. und 4. Schnupperkurs für Anfänger und Fortgeschrittene.

3. und 4. Schnupperkurs für Anfänger und Fortgeschrittene.
Paddler-Gilde wird ihrem Zertifikat "DKV anerkannter Kanu-Ausbilder "gerecht.

Die Teilnehmer am Schnupperkurs für Anfänger waren am Samstagmorgen rechtzeitig am Bootshaus eingetroffen. Erstaunt waren sie darüber, dass auf dem Gelände kaum ein Durchkommen war. Fand doch gleichzeitig das Süddeutsche Holzcanadiertreffen bei der PGL statt. Darüber wird gesondert berichtet werden. Unseren Kursteilnehmern bot sich beim Blick aus dem Fenster unserer Trainingshalle ein erstaunlicher Auftrieb dar.


Das Sprichwort "Raum ist in der kleinsten Hütte" gilt abgewandelt auch für die Paddler-Gilde, denn die Gilde hat, wenn man etwas zusammen rückt, für alle Platz .

Nun aber zum Schnupperkurs. Die beiden Kurse waren nach der Zahl der Anmeldungen voll belegt. Aus im Moment noch nicht bekannten Gründen sind am Samstagmorgen nur fünf der angemeldeten Teilnehmer zum Kursbeginn bei uns eingetroffen. Aber welch ein Glück für die, die da waren. Es waren auch fünf "Lehrer" da, so dass jeder Neuling seinen persönlichen Trainer auf dem Wasser hatte.

Zu Beginn der Veranstaltung brachte ihnen unser Sportkamerad Andreas in seinem Referat alles Wissenswerte und alles Wichtige aus dem Bereich Boote, Gewässer und gesetzlichen Grundlagen, sowie Befahrungsregeln näher.

Unsere fünf Paddelschüler staunten nicht schlecht über das, was es so alles vor dem ersten Paddeschlag zu beachten gibt. Das beginnt schon mit der Wahl der Ausrüstung. Was möchte ich eigentlich? Mit einem Einer oder Zweier paddeln, mit einem Kajak oder einem Canadier? Möchte ich später mal Wildwasser fahren oder meine Zeit auf Wanderfahrten gemächlich in den Rheinauen oder sonst wo verbringen? Wer die Wahl hat, hat die Qual.
Wir können und wollen hierbei nur unterstützen und den Interessierten die Grundlagen und die Techniken zu unserem schönen Sport näher bringen.

Nach dem Referat von Andreas ging es ins Freie. Zunächst wurden Boote und Ausrüstung zugeteilt. Die entsprechenden Einstellungen an den Booten für den persönlichen Bedarf wurden vorgenommen.
Die ersten Ein- und Aussteigeübungen erfolgten noch auf festem Boden. Ebenso wurde das Anlegen der Schwimmweste und der Spritzdecke geübt.


Bald darauf konnte es aufs Wasser gehen. Wir haben den Vorteil auf einer Halbinsel zwischen Rhein und Kief´schem Weiher zu liegen, so dass wir mit den Paddelneulingen die ersten "Gehversuche" in ruhigem Gewässer unternehmen können. Sie sollen im Wahrsten Sinne des Wortes spielend Vertrauen zu Boot und Wasser erlernen. Begonnen wurde mit Gleichgewichtübungen mit und ohne Paddel, darauf folgten einfachste Grundschläge. Die erlernten Grundschläge wurden in weiteren Übungen optimiert.


Was für den Zuschauer oft einem wilden Durcheinander gleicht ist absolut gewollt und dient dazu, alle erlernten Paddelschläge einzusetzen. Wenn Bälle zusätzlich noch mit ins Spiel kommen wird die Sache um so interessanter. Da konnte auch der zwischenzeitlich eingsetzende Nieselregen die gute Laune nicht verderben.


Nach der Mittagspause ging es wiederum aufs Wasser. Die Anforderungen an unsere Schüler wurden etwas höher geschraubt. Die zu paddelnden Strecken wurden etwas länger, die Slaloms zwischen den Bojen wurden enger und schneller gefahren. Das tat auch mir selbst, der ich im 4m30 Wanderboot saß, mal wieder so richtig gut. So voll mitten drin und dann so ganz nebenbei noch fotografieren.
Da am Ende des ersten Unterrichtstages noch etwas Zeit blieb, wurde abschließend noch der richtige Umgang mit dem Wurfsack, der Rettungsleine, geübt.


Anschließend wurden die Boote gereinigt und verstaut. Die Spritzdecken wurden ordnungsgemäß zum Trocknen aufgehangen. Die Teilnehmer konnten ihre Urkunden in Empfang nehmen. Der 1. Tag der Schnupperkurse war zu Ende.

Am Sonntagmorgen, das Wetter sah nicht gerade sehr einladend zum Paddeln aus, waren planmäßig noch drei "Jungpaddler" erschienen. Nichts desto Trotz standen wiederum fünf "Lehrer" auf der Matte. Um so besser für unsere Schüler.
Das am Vortage Erlernte wurde vertieft. Galt es doch mal den Kief´schen Weiher in seiner Längsrichtung zu durchqueren. Das war für unsere Neulinge nicht ganz so leicht zu bewältigen. Wenn der Wind nicht so richtig mit spielt kann es leicht problematisch werden. Wollte das Boot doch hin und wieder nicht ganz so wie sein Insasse. Da wurde dann aber noch heftig daran gefeilt und es ging immer besser. Am Kiefkopf, so wie die Mündung des Weihers in den Rhein heißt, wurde dann das Ein- und Ausschlingen geübt. Vorbeifahrende Frachtschiffe sorgten mit ihren Wellen hin und wieder doch für etwas Herzklopfen. Die Anstrengung und die ständige Konzentration hinterließen leichte Spuren in einzelnen Gesichtern.


Vor der Mittagspause, wir waren wiederum mehr oder weniger vom Regen durchnässt, wurde das Wetter zusehends besser. Die Boote waren zwischenzeitlich verladen und wir konnten zum Otterstädter Altrhein fahren. Sammy fuhr den Bus, so dass wir nicht verstellen mussten. Strahlendes Wetter am Otterstädter, kaum Wind, also ideal für unsere Neulinge.


Zum Einpaddeln drehten wir noch eine kleine Runde im Otterstädter Altrhein. Dann ging es hinaus auf den Fluss. Behutsam fuhren wir mit unseren Schützlingen in die Strömung des Rheins. Nach dem Verlassen des Altwassers musste der Rhein, da hier die Fahrrinne der Großschiffahrt anschließend am linken Ufer verläuft, gequert werden. Dabei wurde auch erklärt wie man in Gierstellung, so wie die Seilfähren ohne Motorantrieb, die Strömung des Flusses nutzen kann, um schnellst möglichst das andere Ufer, ohne erhöhten Kraftaufwand, zu erreichen.

Da oberhalb von Altrip erneut die Fahrrinne wechselt, wechselten auch wir nochmals die Flussseite. Das Wechseln sollte möglichst rasch von statten gehen und für die gewerbliche Schifffahrt sowie Motorbootfahrer gut zu erkennen sein. Grundsätzlich paddeln wir am Fahrwasserrand, am Tonnenstrich. So erhielten wir nach der zweiten Fahrwasser-Querung beste Aussicht auf den zur Zeit sich noch im Bau befindlichen neuen Block des GKM. Ein überwältigender Anblick, den unsere Kursteilnehmer so nicht erwartet hatten.


Vorsichtig schlichen wir uns an der Fähre Altrip - Mannheim vorbei in Richtung schwarze Wand, die sich am Horizont auf tat.
Wind kam auf. Wir fuhren in die Ausläufer der Wetterfront hinein und wurden noch einmal kurz durch geschwenkt, was aber wiederum der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Bald darauf hatten wir die Treppe vor unserem Bootshaus bei km 418,3 erreicht. Die etwas müderen zogen es vor hier auszusteigen, die anderen fuhren weiter bis zum Kief und dann auf dem Weiher zurück zum Bootshaus.

Dort das gleiche Prozedere wie am Vortag. Boote waschen, Paddel, Spritzdecken und Boote verstauen.
Auch für diesen Teil des Schnupperkurses wurden Urkunden ausgegeben. Mit einem kurzem Umtrunk endete auch dieser, in jeder Beziehung abwechslungsreiche Tag.

Herzlichen Dank, besonders unseren beiden jungen Sportkameraden Jana und Patrick, die selbstlos ihr auf dem Wasser erworbenes Können weitergeben. Herzlichen Dank auch all denen, die unseren offiziellen Kursleiter, unseren Jugendwart Marcus, würdig vertreten haben und auch denen die sie dabei unterstützt haben.

Text und Fotos: Manfred Hofmann

Weitere Fotos auch als Diaschau unter folgendem Link:

http://hofmann.zenfolio.com/p114299850

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