"> Paddler-Gilde Ludwigshafen 1933 e.V. - Rückblick - Pfingstfahrt der PGL-Jugend nach Luxembourg
Logo

Paddler-Gilde Ludwigshafen 1933 e.V.

Impressum
Login
Home Termine Kontakt Rückblick Downloads Verweise

2017
2016
2015
2014 2013
2012
2011
2010
19.06.2014

Pfingstfahrt der PGL-Jugend nach Luxembourg

Pfingstfahrt der PGL-Jugend nach Luxembourg
Erwachsene waren in Wallendorf Pont "am Rande" mit dabei.

Wie in den vergangenen Jahren führte auch in diesem Jahr die Pfingstfahrt der Paddler-Gilde Jugend wieder an die "Luxemburgische Sauer " . Das Standquartier war wiederum der Campingplatz "Camping du Rivage" in Wallendorf-Pont, etwa 200 Meter unterhalb der Brücke nach Wallendorf auf dem gegenüberliegenden deutschen Ufer. Ein nicht all zu großer, bei Kanuten beliebter Campingplatz in Luxembourg, der zu Pfingsten bis auf den letzten Platz belegt war.
Unsere Jugendlichen starteten am Freitag nach Schulschluss so gegen 16.00 Uhr vom Bootshaus aus in Richtung Sure , wie der Grenzfluss in Luxembourg heißt. Insgesamt nahmen an dieser schon traditionellen Fahrt 11 Jugendliche, bestens von Marcus und Sven betreut, teil.
Die "Randgruppe" bestehend aus 15 Erwachsenen und 4 Kindern waren individuell angereist. Zum Teil wie Gerda und Harald schon ein Wochenende vorher. Mit unserem Freund Erwin, dem Winzer-Rentner aus Trittenheim an der Mosel, hatte ich mich schon am Donnerstag auf dem Campingplatz in Reisdorf, dem "Camping de la Sure" , 2 km oberhalb von Wallendorf-Pont getroffen.

Was zunächst nach dem Entladen einem wilden Durcheinander ähnlich war, entwickelte sich rasch zu dem Quartier, einer kleinen Zeltstadt, für unsere jungen Paddlerinnen und Paddler. Da galt es das Gruppenzelt für die Mädchen , die Doppelzelte für die Jungs, die "Kantine", wie das Küchenzelt immer noch genannt wird und das Betreuerzelt aufzubauen.


Das ging alles routiniert und recht schnell von statten. Da unsere jungen Freunde als Selbstversorger fungierten galt es dann auch noch das Abenessen zu bereiten. Da wurde schon mal tüchtig Hand angelegt. Am ersten Abend, da nicht allzu viel Zeit blieb, gab es Spaghetti mit Fleischsosse, alles frisch und nichts aus dem Tüte.
Da hatten unsere Mädels doch schon mal einiges zu tun. Die Jungens schauten ihnen dabei etwas skeptisch auf die Finger.

Da die Zeit etwas drängte, mittlerweile war es schon nach 20 Uhr geworden, griffen Gerda und Priska hilfreich beim Kochen ein. Keiner sollte hier am ersten Abend in Luxembourg verhungern. Ansonsten, wie schon erwähnt, waren unsere jungen Freunde Selbstversorger.

Am Samstag ging es nach dem Frühstück zum Paddeln. Am Freitag hatten Erwin und ich schon mal die ganze Strecke, die gemeinsam mit den Erwachsenen gepaddelt werden sollte, mit dem Boot abgefahren.
So konnten wir bereits vor der Abfahrt nach Ettelbrück Marcus und Sven, unserem Jugendwart und seiner "rechten Hand" von der Baustelle am Wehr in Dietrich berichten, die je nach Wasserstand Gefahren für Paddler birgt.
Gestartet wurde wie immer auf der Alzette in Ettelbrück. Der große Parkplatz unterhalb des Wehres ist hervorragend als Einsetzstelle geeignet. Es sind an Sonn- und Feiertagen immer genügend Parkplätze vorhanden, ebenso genügend Freifläche am Ufer um die Boote für die Fahrt fertig zu machen.


Recht gemütlich ließ man dann die Sache angehen.. Bei einem Pegelstand in Bollendorf von gut 75 cm am 6. Juni konnte man, wie hier bei Ingeldorf sich noch schön treiben lassen. Der Wasserstand der Sauer nahm jedoch ständig ab. So betrug er am 14. Juni nur noch 60 cm und gewisse Steine im Fluss verlangten schon erhöhte Aufmerksamkeit.


Kurz darauf wurde dann auch schon Diekirch, mit der Baustelle am Wehr, erreicht. Der Wasserstand war wesentlich geringer als am Vortage da Erwin und ich diese Baustelle passierten. Wir beide saßen , da wir das Wehr langsam anfuhren, dann auch prompt bis zum Halse im Wasser. Mein Fotoapparat wurde samt wasserdichtem Gehäuse vom Verdeck gefegt und kam mir in so gut 20 Metern Entfernung, nachdem er von der Walze wieder ausgespuckt wurde, hinterher geschwommen.
Keine Probleme hatten da unsere Leute. Gut gesichert konnten dann alle, bis auf einige wenige, das Wehr passieren. die anderen zogen es dann doch vor einfach mal kurz umzutragen. Unsere Jugend hingegen hatte einfach Spaß daran im Wehrauslauf zu spielen.




Die Pause beim Wehr von Bettendorf war dann mehr als verdient. Während einige noch mit ihrem "Grünfutter" beschäftigt waren, kühlten sich andere schon wieder die Beine im Einlauf der kleinen Bootsgasse links im Wehr. Sie war fast bis zum Rand mit Schilf zugewachsen, da seit Einrichtung der Baustelle in Diekirch und der Renaturierung der Ufer hier keine Leihboote mehr verkehren.



Bald ging es weiter. Das Wehr wird, trotz des niedrigen Wasserstandes von allen befahren. Vorbei an der fast endlosen Wehrkrone mit geringem Wasserüberlauf wo einem ständig, im wahrsten Sinne des Wortes, "Steine in den Weg gelegt" waren. Weiter an der Kunstmühle die das meiste Wasser kurzfristig entzieht und damit nur noch ihr Kraftwerk betreibt.
Das Wehr in Moestroff hatte im Überlaufkanal auch nicht gerade sehr viel Wasser. Für manchen ist hier treideln angesagt. Da werden auch schon mal die Kühe neugierig.
Kurz darauf erreicht man dann den 2. Campingplatz in Reisdorf , den Camping de la Sure. Eingeweihte wissen, dass dort immer einTankstop eingelegt werden kann und zwar genau unterhalb des schrägen Baumes.
Nahezu geräuschlos sind dann die, die es eigentlich hätten wissen müssten vorbei gepaddelt. Nur unsere Jugend, die hinterher fuhr, war zu vernehmen. Die allerdings wurde an dieser "Tanke" nicht versorgt.

Nun waren es nur noch knapp 2 km, vorbei am Campingplatz Wallendorf an der Our-Mündung, bis zum Camping de la Rive in Wallendorf-Pont.



Damit war der Tag jedoch noch nicht gelaufen. Die Jugend hat einen Grillabend veranstaltet. Erwin und ich beschlossen am Abend mit dem Rad nach Wallendorf-Pont zu fahren. Die 2 Kilometer sind für uns kein Problem. Da am Nachmittag die Tankstelle nicht angefahren wurde, verlegten wir sie abends kurzerhand nach Wallendorf-Pont. Dort erhielt sie dann den von uns erwarteten Zuspruch durch die Erwachsenen. Es geht halt nichts über Aral.


Zu unserer großen Freude wurden wir von unserer Jugend zum Abendessen eingeladen. Es gab Grillsteaks und Bratwurst vom Feinsten. Dazu auch noch selbst gemachte diverse Salate. Eine Sache, die sich für beide Seiten lohnte. Recht ungern haben wir, Erwin und ich, bei Einbruch der Dunkelheit den Platz verlassen und sind recht froh gelaunt mit Licht zurück nach Reisdorf geradelt.

Am Pfingstsonntag wurde dann bis Echternach gepaddelt. Auch das wiederum bei schönstem Wetter. Der Bus mit dem Bootsanhänger brauchte nicht verstellt zu werden, es waren genügend Fahrer da, die den Rücktransport zum Campingplatz übernehmen konnten.
Recht früh kamen unsere Paddler in die Gänge. Gegen 10.30 Uhr waren die ersten schon auf dem Bach. Da ist es fast noch ganz ruhig. Die Leihbootfahrer kommen meisten viel später aufs Wasser, so dass man die Sauer, diesen schönen Fluss, so richtig genießen kann.

Die Fahrt geht zunächst durch die lang gezogene Floßgasse oder über den Durchbruch in der Wehrkrone des Wehres unterhalb von Wallendorf. Dann kommt bald darauf Dillingen mit seiner Bogenbrücke in Sicht.
Anschließend folgt die Engstelle unterhalb des Campingplatzes in Dillingen.




Nach gut 1 1/2 Stunden erreicht man zunächst Bollendorf, etwa 2 Kilometer danach das "Laufenwehr". Zur Zeit ist die Floßgasse rechts durch hineingestürzte Bäume nicht befahrbar. Relativ leicht sind hingegen der mittlere und der linke Überlauf zu paddeln.


Nach weiteren 4 Kilometern auf dem Fluss, ohne jegliche Schwierigkeiten, gelangt man nach Echternach, dem Ziel dieser Etappe. Somit ist die sportliche Seite der Pfingstfahrt auf der Luxemburgischen Sauer, die immer wieder Freude bereitet, beendet.

Die Aussetzstelle befindet sich gegenüber dem Bus-Bahnhof in Echternach bei einer breiten Steintreppe und ist durch einen Bootsverleiher gekennzeichnet. Zum Be- und Entladen darf die von der Stadt gemähte Uferwiese kurz befahren werden. Allerdings darf dabei der gewerbliche Bootsverleih nicht behindert werden. Ein freundliches Wort wirkt wie immer auch hier Wunder.

Bald war nach dem Verladen der Boote, er kann auch bei der Fußgängerbrücke etwas oberhalb erfolgen, der Campingplatz in Wallendorf erreicht. Dort angekommen wurde das unterwegs in Bollendorf gesehene, jedoch ohne Bier, sofort umgesetzt. Bei der zu Pfingsten herrschenden Hitze eine ware Wohltat.



Am Pfingstmontag hieß es dann für die meisten Abreise. Die Zelte und die "Kantine" mit der Kücheneinrichtung wurden abgebaut. Ich selbst konnte noch fast eine Woche lang die Einsamkeit in der Natur auf der Luxemburgischen Sauer an gewöhnlichen Werktagen genießen.
Eine schöne unfallfreie Fahrt ging für unsere Kanuten mit der Heimreise am Pfingstmontag zu Ende.

Unserem Jugendwart Marcus Kempf und seiner "rechte Hand" Sven Brug verdankt so manch eine junge Paddlerin und Paddler sein erstes "oho-Erlebnis" auf der Luxemburgischen Sauer.

Unsere Jugendlichen und ihre Betreuer bedanken sich bei all denen die sie bei dieser nicht alltäglichen Sache, auf welche Art und Weise auch immer, hilfreich unterstütz haben!



Text: Manfred Hofmann
Fotos: Harald Kempf, Claus-Peter Voelcker und M.Hofmann

Weitere Fotos auch als slide-show, unter folgendem Link. Einfach anklicken und Spaß haben.

http://hofmann.zenfolio.com/p466492942
styles/pgl/gifs/line.gif
styles/pgl/gifs/guestbook.gif
Gästebuch