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Paddler-Gilde Ludwigshafen 1933 e.V.

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23.05.2013

Pfingstfahrt nach Luxembourg

Pfingstfahrt nach Luxembourg
Spaß, Spiel und Spannung auf und an der Sauer.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die Fahrt zu Pfingsten nach Luxembourg ist Tradition. Die eigentliche Jugendfahrt hat sich wieder zu einer echten Vereinsfahrt gemausert. Bereits am Mittwoch vor Pfingsten wurden die Boote, Jugendzelte und die entsprechende Ausrüstung verladen. 20 Jugendliche waren mit ihren 4 Betreuern dabei. Insgesamt waren ca. 50 Personen mit auf dieser Fahrt voller Überraschungen.
Am Freitag den 17. Mai verließ ein kleiner Konvoi mit den Jugendlichen um 15 Uhr das Bootshaus. Ohne Zwischenfall wurde gegen 18.30 Uhr Wallendorf-Pont in Luxembourg erreicht und das "Lager" errichtet.
Ruck zuck standen die Zelte und auch das Küchenzelt war schnell eingerichtet. Die Jugend war autark und versorgte sich selbst. Zum Abendessen gab es dann schon bald Nudel mit Fleischsosse und Salat.


Nicht ganz so leicht hatten es die Erwachsenen. Waren sie doch teilweise mit Wohnwagen und Wohnmobil angereist. Da das Wetter in den vergangenen Wochen in Luxembourg auch nicht besser war als bei uns , waren Wege und Stellplätze relativ weich. Größere Fahrzeuge, vor allem Tandemachser, wurden mit dem Trecker an Ort und Stelle geschleppt.

Etwas einfacher hatten wir es als "3. Gruppe" in Reisdorf. Wir, das heißt Gertrud und ich kommen nachweislich schon seit 28 Jahren zum Camping de la Sûre. Seit etwa 15 Jahren treffen wir uns dort nahezu regelmäßig mit unserem Sportkameraden Erwin aus Trittenheim. So war es auch wieder in diesem Jahr. Mittlerweile nicht mehr die allerjüngsten lassen wir die Sache doch etwas gemächlicher angehen. Da uns der Fahrtenplan der Jugend bekannt ist, treffen wir uns dann auch immer wieder auf dem Wasser. Sei es bei der Pause am Wehr in Bettendorf oder bei Bollendorf auf der Uferwiese. Die dritte Möglichkeit ist dann bei der von uns in Reisdorf am Ufer eingerichteten "Tankstelle" .


Samstagmorgen, so gegen 9.30 Uhr schallte in Wallendorf-Pont vom Fluss her mehrfach ein Weckruf über den Campingplatz. Die meisten saßen da allerdings schon beim Frühstück. Bald darauf konnte es los gehen. Vorgesehen war die Fahrt ab Ettelbrück. Die Einsetzstelle ist fast in Stadtmitte bei dem großen Parkplatz an der Alzette. Die Alzette ist ein Nebenfluss der Sauer, die nach etwa einem Kilometer in diese mündet. Die Alzette hatte einen etwas höheren Wasserstand als normal und lief recht flott in Richtung Sauer. Diese floss so rasch, dass man sich schon in Ingelsdorf bei schönstem Wetter treiben lassen konnte.




Das Wehr in Diekirch erweckt besondere Aufmerksamkeit. Es ist nahezu bei jedem Wasserstand problemlos zu befahren. Eine kleine Herausforderung ist es für den Wanderfahrer links die Floßgasse neben der Fischtreppe zu befahren. Dort kann es durch eine Schrägwalze unter Umständen etwas feucht werden. Keine Probleme hatte hier der offene Canadier, genau so wenig gab es Probleme für die Einer in der mittleren Durchfahrt.




Als Pausen- und Spielplatz ist nicht nur für unsere Jugend der Durchlass beim Mühlenwehr in Bettendorf sehr beliebt. Eine Wiese lädt hier zum Verweilen ein. Spielerisch werden hier unsere jüngsten mit dem Wasser vertraut gemacht. Hier können sie einfach lernen welche Kraft das fließende Wasser hat und es einfacher ist mit dem Wasser als gegen das Wasser zu arbeiten.

Auf alle Fälle, ein idealer Pausenplatz für jedermann.





Nach einer ausgiebigen Pause wurde weitergefahren. Das Wehr in Moestroff war auf seiner ganzen Länge überflutet, der Unterschied von Ober- zu Unterwasser betrug vielleicht gerade noch 50 cm. Rasch war dann auch Reisdorf erreicht. Die "Tankstelle" war geöffnet. Die Erwachsenen konnten, sofern sie Lust hatten einen kurzen "Tankstop" einlegen. Nun waren es nur noch zwei Kilometer bis zum Campingplatz in Wallendorf-Pont, der dann auch in kurzer Zeit erreicht wurde.

Bald darauf begann es fast überall zu qualmen. Die Grills wurden angeworfen. Es war immer noch wunderbares Wetter - und grillen ist in.




Natürlich wurde auch bei unserer Jugend gegrillt. Im Laufe des Abends gab es so ziemlich alles was sich so auf den Grill packen lässt. Über Steaks, Würstchen , Schafskäse und Peperoni alles wurde drauf gepackt. Abschließend wurde dann noch das allseits beliebte Stockbrot über offenem Feuer gebacken.



Ein schöner Tag klang mit einem gemütlichen Beisammensein aus.



In der Nacht von Samstag auf Sonntag setzte leichter Regen ein, der bis zum frühen Sonntagmorgen anhielt. Der Tag begann mit wechselhafter Bewölkung. Als zum Aufbruch geblasen wurde konnte man noch glauben, dass es ein ganz normaler Paddeltag, vielleicht mit ein paar Regentropfen, werden würde. Wir selbst, Erwin und ich hatten wiederum in Ettelbrück eingesetzt. Die Alzette hatte etwa 20 cm weniger Wasser als am Tag vorher, auch die Sauer war um etwa 10-12 cm gefallen. Die Paddler-Gilde setzte gegen 10 Uhr in Wallendorf - Pont ein, um bis nach Echternach zu fahren. In Bollendorf wurde dann eine kurze Pause eingelegt, das Wetter sah nicht mehr all zu gut aus. Immer dichtere Wolken zogen auf.



Erwin und ich fuhren, nach einer Pause in Reisdorf, gegen 12.30 Uhr weiter nach Echternach. Wir brauchten gerade mal knapp 2 Stunden für die 18 Kilometer. Das lag wohl einesteils daran, dass es ab Wallendorf ordentlich zu regnen begann und anderenteils noch optimaler Wasserstand bei Windstille herrschte. In Echternach erreichte uns auch die Nachricht von aufkommendem Hochwasser.
Das Küchenzelt der Jugend sollte eigentlich schon abgebaut sein. Überall in den Belgischen Ardennen hatte es schon seit Tagen geregnet. Der Stausee in Esch sur Sûre konnte die Wassermassen nicht mehr fassen und musste Wasser ablassen, so dass ein Hochwasser im unteren Sauertal vorauszusehen war.

Kurz entschlossen wurden dann nach der Ankunft in in Wallendorf- Pont die Zelte abgebrochen und nach Hause gefahren.
Unsere Jugend traf gegen 21.15 Uhr wohlbehalten am Bootshaus ein.

Der Campingplatz in Reisdorf hat ein höheres Ufer als der in Wallendorf-Pont, deshalb konnten wir getrost dort die Nacht von Sonntag auf Montag verbringen.

Am Montagmorgen ging es Schlag auf Schlag. Man konnte zusehen wie das Wasser stieg. Kurz vor 10 war beim Campingplatz in Reisdorf, gleich hinter der Brücke, "Land unter". Gegen 12 Uhr, wir hatten inzwischen abgebaut, begann das Wasser auf unserem Campingplatz am oberen Ende einzufließen und wir sahen zu, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes "Land gewannen"..

Der Pegel der Sauer stieg in Bollendorf innerhalb von 24 Stunden um 235 cm an. Alle Campingplätze in Ufernähe entlang der Sauer wurden überflutet, in Reisdorf stand das Wasser mehr als einen halben Meter hoch auf dem Platz.






Die Grafik zeigt die Entwicklung des Wasserstandes am Pegel Bollendorf .




Eine nicht alltägliche Fahrt ging abrupt zu Ende. Eine Fahrt, deren äußere Begleitumstände so manchem noch lange in Erinnerung bleiben werden.


Im Namen aller Teilnehmer bedanke ich mich bei Marcus Kempf, der die Fahrt nicht nur organisiert und geleitet hat sondern auch bei Nadine Niederauer , Sven Brug und Cedric Reinig, die ihn hervorragend bei seiner Arbeit mit unseren Jugendlichen unterstützt haben. Vielen Dank auch all denen die "einfach mal zugepackt" haben und so zum Gelingen der Fahrt beigetragen haben.

Text: Manfred Hofmann
Fotos: Frank Buchheister, Manfred Hofmann, Jürgen Pahl, Cedric Reinig



Liebe Mitglieder, mehr 300 Fotos sind während dieser Fahrt entstanden. Eine willkürliche Auswahl dieser Fotos ist in chronologischer Reihe angehängt. Diese Fotos können sowohl als Bild selbst oder als Dia-Schau betrachtet werden. Einfach die nun folgenden Links anklicken:

1. Fotos, allgemein

http://hofmann.zenfolio.com/p950635995

2. Jugend am Wehr Bettendorf

http://hofmann.zenfolio.com/p905668696

3. Erwachsene am Wehr Bettendorf

http://hofmann.zenfolio.com/p772927830
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