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Paddler-Gilde Ludwigshafen 1933 e.V.

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26.10.2012

Ruhige Herbstfahrt auf Werra und Weser

Ruhige Herbstfahrt auf Werra und Weser
Zwei Senioren paddeln in den Herbst

Seit ein paar Jahren treffen wir uns regelmäßig an Werra und Weser. Wir, das sind unsere Paddelkameraden Gudrun und Edgar vom KC Donauwörth sowie Gertrud und ich von der Paddlergilde. Wenn andere nach dem Verbandsabpaddeln ihre Boote einmotten, beginnt für uns eine ruhige Paddelzeit. Wir treffen uns zunächst auf dem Campingplatz in Wahlhausen direkt an der ehemaligen Grenze zur DDR. Ein schöner familiengeführter Platz, der nur zu empfehlen ist.
Wir, Edgar und ich befuhren zunächst die Werra, von Camburg bis Hedemünde, in mehreren Etappen. Begonnen haben wir unsere Paddeltouren in Camburg. Wie nicht anders zu erwarten lag, wie immer in dieser Jahreszeit, Nebel über dem Fluss der schönes Wetter für den Tag verhieß.


Das schöne Wetter ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Bereits in dem ersten Durchbruch unterhalb Creuzburg hoben sich die Nebel und die Sonne schien, im wahrsten Sinne des Wortes über alle Berge.

Bei immer noch strahlendem Sonnenschein und Windstille landeten wir dann nach etwa knapp 4 Stunden in Treffurt unterhalb der Brücke links beim Ausstieg, wo uns unsere Frauen wieder aufnahmen. Unsere Etappen die wir auf Werra und Weser zurück legten bewegten sich immer so zwischen 25 und 30 Kilometern pro Tag. Eine recht angenehme Entfernung, die uns trotz des etwas niederen Wasserstandes der Werra, immer noch genügend Zeit ließ, den Tag zu genießen. Die Strecke zwischen Treffurt und Wanfried, die auch zu empfehlen ist, befuhren wir in diesem Jahr nicht. Eine weitere Etappe führte uns dann von Wanfried bis Wahlhausen.

Immer wieder schön die Stadtansicht von Allendorf. Eine Umtragestelle ist vor dem 3. Wehr eingerichtet. Bad Soden- Allendorf, die Doppelstadt, ist reich an Sehenswürdigkeiten. Bad Soden der Kurort mit seinem Kurpark, dem Gradierwerk und seinem Altstadtteil aus der Zeit der Salzgewinnung. Allendorf, die alte Fischer- Schiffer- und Handelsstadt mit seinen Fachwerkhäusern.

Nach etwa 2 km erreicht man dann am rechten Flußufer bei km 49,5 den Ausstieg zum Campingplatz Oase. Der Campingplatz verfügt über moderne gepflegte sanitäre Einrichtungen. Die Gaststätte bietet eine kleine Speisekarte mit Spezialitäten der Region. Auch der selbst gebackene Kuchen der Inhaberin, der in täglich wechselnden Variationen angeboten wird, ist sehr zu empfehlen.

Unsere letzte Etappe führte uns dann von Wahlhausen nach Hedemünde. Hier geht es zunächst an der ehemaligen Zonengrenze entlang. Hinter Lindewerra bog die Grenze nach rechts ab. Von den Grenzanlagen ist kaum noch etwas zu sehen. Hier sind überall hervorragende Biotope entstanden. Bald darauf erreicht man Witzenhausen. Nach Hedemünde sind es nur noch etwa 10 km. Wir fahren nach links in die Floßgasse vor dem Wehr und landen nach einem flotten Schwall rechts an der Aussetzstelle von Hedemünde.


Fast wie auf Bestellung sah es mit dem Wetter nicht besonders gut aus. Die Wolken hingen tief und es roch förmlich nach Regen. Kurz entschlossen fuhren wir in die nicht all zu zweit entfernte "Thomas Müntzer Stadt", Mühlhausen. Umgeben von einer nahezu kompletten Wehrmauer bot die Stadt allerhand Sehenswertes. Leider fehlt auch hier, wie fast überall, das Geld für eine Sanierung vieler Gebäude aus dem späten Mittelalter. Sicher spielen hier noch ungeklärte Besitzverhältnisse eine bedeutende Rolle. Trotzdem: Mühlhausen ist sehenswert.

Am folgenden Tag, die Sonne schien wieder, fuhren wir da unsere Boote eh nicht aufgeladen waren, nochmals die schöne Strecke von Wahlhausen nach Hedemünde. Man konnte deutlich an der Verfärbung des Laubes sehen, dass jetz der Herbst Einzug hielt. Tags darauf verlegten wir unser Standquartier nach Ödelsheim an die Weser.
Ein ebenfalls sehr schöner, als Standort für Wanderfahrten bestens geeigneter Campingplatz. So begannen wir dann unsere Weserfahrt am nächsten Tag auf dem "Tanzwerder". Das ist das Dreieck zwischen Werra und Fulda die hier am "Weserstein" die Weser bilden. Hann.Münden selbst ist eine sehenswerte Stadt mit herrlichen Fachwerkhäusern, dem Rathaus und dem Sterbehaus des bekannten Dr. Eisenbart, "der die Menschen nach seiner Art kurierte", wie in dem Lied besungen.


Von Ödelsheim fuhren wir auf unserer nächsten Tour nach Beverungen. Nachts wurde es zwar immer etwas kälter doch tagsüber verdrängte die Sonne den Morgennebel, der immer träge über dem Fluss lag. Ein leichter Rückenwind auf dem Fluss kündigte allerdings einen baldigen Wetterumschwung an. Die Bäume rechts und links des Flusses verfärbte sich mehr und mehr. Ein Bild zum genießen.


Eine weitere Tour führte uns, die vorhergegangene Etappe leicht überlappend von Bad Karlshafen bis nach Höxter. Das ganze immer noch bei leichtem Rückenwind. Vor Höxter ganz markant das Schloss Fürstenberg mit seiner weltbekannten Porzellanmanufaktur.

Vom Schloss Fürstenberg ist es nicht mehr all zu weit nach Höxter. Wir fuhren an Kanu- und Ruderklub vorbei bis hinter die Weserbrücke, wo wir rechts an landeten. Man findet dort mehrere kleine Schotterbänke, die zum Ausstieg bestens geeignet sind. Ausreichend Parkplatz ist hier auch vorhanden, so dass uns unsere Frauen wieder ganz bequem auflesen konnten.


Da uns an der Weser ebenfalls noch etwas Zeit zur Verfügung stand, fuhren wir auch hier die Strecken um Ödelsheim mehrmals. Es ist um diese Jahreszeit einfach ein Vergnügen hier fast alleine zu paddeln. Allerdings kam dann auch der Wetterumschwung und das fast blitzartig. Bei unserer letzten Fahrt von Hann Münden nach Ödelsheim hatten unsere Frauen uns gerade abgesetzt und waren weg gefahren. Wir hatten die Boote gerade zu Wasser gebracht und waren kaum unterwegs als leichter Nieselregen einsetzte, der langsam aber sicher zu einem gemäßigten Landregen über ging.
Glücklicherweise hielt der leichte Rückenwind an, so dass wir nach 25 km Regenfahrt noch ziemlich trocken in Ödelsheim an kamen.

Trotz insgesamt 2 verregneter Tage hatten wir, wie auch in den vergangenen Jahren schon, an Werra und Weser eine schöne Zeit.


Text und Fotos: Manfred Hofmann

Weitere Bilder unter folgendem Link:

http://hofmann.zenfolio.com/p333428096
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